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Aus dem Newsletter vom 01.07.2008
Golfgeschichte in Deutschland - Teil IV
Schon kurz nach der nach der Machtergreifung nahm sich die NSDAP den “schwer verjudeten Golfsport” (Originalzitat) vor. Im August 1933 musste der Vorstand des Frankfurter Golf-Clubs, dem auch der jüdische DGV Präsident Alfred Merton angehörte, auf Druck “von oben” seine Ämter niederlegen. Kurz darauf wurde Merton auch als DGV Präsident abgelöst. In Folge machte der DGV den Clubs die Umstellung auf das Führerprinzip zur Pflicht, man grüßte mit “Golf-Heil!”.
Bestrebungen des Reichsportführers, Golf 1936 in Berlin wieder olympisch zu machen, scheiterten. Die Große Baden-Badener Sportwoche” nach den Olympischen Spielen richtete daher den “Großen Golfpreis” aus, dem aber viele Länder angesichts der zu offensichtlichen Propaganda fernblieben. Pikanterweise gewann ein englischer Spieler das Turnier - sicher nicht im Sinne des Regimes…
Anfang 1937 mussten die jüdischen Spieler die deutschen Colfclubs verlassen, die damit fast 10% Ihrer Mitglieder verloren. 1938 wurde der DGV “großdeutsch” und war auch für die Vereine in Österreich, der Tschechoslowakei und in der Folge in den besetzten Gebieten zuständig, so hatte man 1942 den Höchststand von 65 Mitgliedclubs. Allerdings fanden nach Kriegsbeginn 1939 keine Meisterschaften mehr statt. Der DGV versuchte dennoch, den Golfsport in Deutschland zu retten, indem er z.B. Golfkurse zur Regeneration von Kriegsversehrten anbot - allerdings vergeblich: viele Plätze wurden aus purer Not fortan landwirtschaftlich genutzt. Wie schon 1918 lag der deutsche Golfsport erneut am Boden.

Aus dem Newsletter vom 20.05.2008
Golfgeschichte in Deutschland - Teil I
In den nächsten Ausgaben des Newsletters wollen wir die Geschichte des Golfsports in Deutschland unter die Lupe nehmen.
Angefangen hat alles erst 1893, als der Wiesbadener Golfclub gegründet wurde. Deutsche spielten in diesem aber nur eine Nebenrolle - die meisten Mitglieder waren britische Adelige, Geschäftsleute und Kurgäste, die den Schläger zusammen mit wenigen Einheimischen auf einem Exerzierplatz schwangen. Vorher spielten die zahlreichen Briten vornehmlich rund um Baden Baden, Wiesbaden und Bad Homburg eher leger auf Wiesen. 1894 wurde dann in Bad Homburg der erste regelkonforme 9-Loch Kurzplatz im Kurgarten eingerichtet und 1899 der zugehörige Homburg Golfclub gegründet, bei dem z.B. auch der englische König Edward VII., der deutsche Kronprinz und viele russische Großfürsten als (Ehren-)Mitglieder fungierten - Golf war seinerzeit eine wirklich elitäre Sache.

Aus dem Newsletter vom 06.05.2008
Wussten Sie schon…

  • Einen der spektakulärsten Schläge in der Golfgeschichte tätigte 2002 der Golfer Mike Crean im Green Valley Ranch Club in Denver. Auf einem 466 m langem Par 5 lochte er den Ball vom Abschlag mit einem weiten Drive zu einem Double Albatross.
  • Die wohl erste blinde Golferin, die ein Hole-in-one schlug, ist die US-Amerikanerin Sheila Drummond. Auf einem Par-3-loch in Lehington/Pennsylvania schlug die 53-Jährige den Ball aus 132 Metern ins Loch.
  • Als jüngster Spieler mit einem Hole-in-one gilt der fünf-jährige Coby Orr. Bei einer Distanz 100,6m Riverside Club in Texas.

Aus dem Newsletter vom 15.04.2008
Wußten Sie schon, dass Sean Fister beim Abschlag eine Schlägergeschwindigkeit von 240km/h erreicht hat? Tiger Woods wurde mit 204km/h gemessen. Der durchschnittliche Tourspieler bringt es auf bis zu 190km/h, Club-Golfer auf 120-140km/h. Um den eigenen Abschlag zu verbessern empfehlen wir Ihnen den David Leadbetter Swing-Setter - ideal auch bei Regenwetter.